USA: Einreiseverbot für Kritiker oder Ene Mene Mu und Raus bist Du….

Und wieder einmal zeigt sich, welche Folgen das unkontrollierte Zusammenführen von personenbezogenen Daten in den USA haben kann. So wird aus einem überzeugten Bürgerrechtler für die USA offensichtlich sofort ein Staatsfeind. Anders lässt sich der gestern bekannt gewordene Vorfall, den der deutsche Schriftsteller und Preisträger der Leipziger Buchmesse, Ilja Trojanow (u.a.: Der Weltensammler) erleben musste, nicht erklären.

Der NSA-Skandal

Der NSA-Skandal hat in den vergangenen Wochen und Monaten große Wogen geschlagen. In diversen Foren und Petitionen habe sich Bürger gegen das Vorgehen der NSA ausgesprochen und von der Bundesregierung und speziell der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die Wahrung ihrer Bürgerrechte gefordert.

Zu diesen Menschen zählt auch der deutsche Autor Ilja Trojanow, der gemeinsam mit der Schriftstellerin Juli Zeh vor drei Jahren das Buch „Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte“ verfasst hatte. Dieser hatte, wie er in einem Artikel in der FAZ („Willkür und Freiheit“) berichtete, im September eine zusammen mit seine Kollegin Juli Zeh initiierte Petition (Text veröffentlicht in der FAZ) unterzeichnet, mit welcher sie die Bundeskanzlerin aufforderten, in der Prism-Affäre für Aufklärung zu sorgen.

Trojanov: dieser Einsatz wurde nun zum Bumerang.

Trojanow war am 30.09.2013 der Einladung eines amerikanischen Germanistenkongresses folgend, der vom 04. bis 06.10.2013 in Denver/Colorado stattfinden sollte auf dem Weg von Brasilien in die USA. Zu seiner Teilnahme sollte es allerdings nicht kommen. Ihm wurde in Salvador da Bahia die Einreise in die USA verweigert.

So schildert Trojanow in der FAZ:

Kaum hatte die Mitarbeiterin der Fluggesellschaft meinen Namen eingegeben, hielt sie inne, stand auf und verschwand ohne Erklärung hinter einer Tür ...

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