Verprügelt der Ehemann den dreisten Liebhaber seiner Frau hat der Liebhaber keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Das Landgericht Paderborn entschied in seinem Urteil -1 S 197/89-, dass ein Liebhaber, der vom Ehemann seiner Geliebten verprügelt worden ist, kein Anspruch auf Schmerzensgeld hat. Der Fall Bei dem Fall kam der Ehemann gegen 3 Uhr nachts vorzeitig aus seinem Schichtdienst nach Hause. Dort allerdings bemerkte er, dass das Schlafzimmer verschlossen war. Er hat die Tür aufgebrochen und stellte fest, dass seine Frau mit einem fremden Mann fremdging. Daraufhin verprügelte der Ehemann den fremden Mann so sehr, das dieser eine Woche stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste und zudem für sechs Wochen arbeitsunfähig war.

Der dreiste Fremdgänger klagte auf Zahlung eines Schmerzensgeldes.

Amtsgericht Brakel Das Amtsgericht Brakel aber wies die Klage mit der Begründung ab, dass das Verhalten des Klägers keinen Anspruch auf Schmerzensgeld rechtfertigte. Der Fremdgänger habe nicht nur die Nerven dazu gehabt, mit einer verheirateten Frau fremdzugehen, sondern dies dazu auch noch im Schlafzimmer der Eheleute zu tun. Der Zorn des Beklagten sei nachvollziehbar und seine Reaktion verständlich.

Gegen die Entscheidung legte der Kläger Berufung ein ...

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