Verfahren eingestellt: Schallende Ohrfeige für Wahnfried X. – Nomen est Omen?

Vorab folgendes: Der Mann, um den es in der Überschrift geht, heißt mit Vornamen tatsächlich Wahnfried, und die Flut von Strafanzeigen, die er gegen meinen Mandanten erstattet hat, lassen den Gedanken an ein wahnhaftes Verhalten jedenfalls nicht abwegig erscheinen. Nomen est Omen, könnte man meinen.

Hausfriedensbruch in 5 Fällen lautete die Anklage gegen meinen inzwischen 70-jährigen Mandanten, über die heute vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verhandelt wurde. Alle Tatvorwürfe gingen auf Strafanzeigen des Wahnfried X. zurück. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft schon eine ganze Reihe weiterer Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung gegen meinen Mandanten – ein pensionierter Ministerialbeamter – gemäß § 153 StPO eingestellt bzw. den Anzeigeerstatter auf den Privatklageweg verwiesen, aber der hatte nicht locker gelassen.

Trotz wiederholt ausgesprochener Hausverbote habe mein Mandant den Hausflur des Hauses, in dem dessen Lebensgefährtin einen Imbiss betrieb, immer wieder betreten und ihn dabei verbal und auch körperlich angegriffen, hatte Wahnfried behauptet und dafür gleich auch eine Reihe von Zeugen, die bei ihm in Brot und Arbeit stehen, aufgeboten.

Ich habe nach der Anklageverlesung eine kurze Stellungnahme abgegeben und dann aus einem zivilrechtlichen Urteil des OLG Düsseldorf zitiert, welches die Lebensgefährtin meines Mandanten im Berufungsverfahren gegen Wahnfrieds Ehefrau und deren Kinder als Vermieter der Imbissräumlichkeiten erstritten hatte. Das Urteil liest sich wie eine schallende Ohrfeige für Wahnfried X. Darin heißt es unter anderem:

„Aus eigenen Vertragsverletzungen kann der Vermieter auch dann keine Kündigungsbefugnis ableiten, wenn sie zu einer (auch irreparablen) Zerrüttung zwischen den Mietvertragsparteien geführt haben. So liegt der Fall hier ...

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