Sagen Sie mal, was DENKEN Sie sich eigentlich, liebe Verbraucher!?

bei “Winzerschorle”? Oder “Winzersekt”?

Die verständigen Verbraucher unter Ihnen?

Oder selbst die durchschnittlichen Verbraucher unter Ihnen?

Sie nämlich, ja – SIE sind schuld daran, mit dem was Sie sich so dabei denken, wenn Sie “Winzerschorle” oder “Winzersekt” hören und lesen, dass “Winzerschorle” nicht vom Winzer erzeugt sein muss, um als solche verkauft werden zu dürfen.

Sie – und das, was Sie sich dabei denken, worauf es beruht, dass bei Winzersekt dabei was anderes gilt, als bei Winzerschorle. Sogar die durchschnittlichen Verbraucher unter Ihnen – und nicht etwa nur die verständigen Verbraucher.

Sie mal wieder!

…..sagt jedenfalls das OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Dort sagt man das in ein bisserl anderen Worten, aber inhaltlich sehr wohl so. Sie werden das gleich lesen, Sie werden sehen.

Und deswegen verneint das OVG auch eine den Verbraucher irreführende Aussage der Bezeichung. Somit dürfe eine Weinschorle unter der Bezeichnung “Winzerschorle” vertrieben werden, auch wenn sie nicht in einem Winzerbetrieb hergestellt worden ist. Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde:

Die Klägerin ist ein Einzelhandelsunternehmen. Sie vertreibt unter der Bezeichnung “Winzerschorle” eine von der beigeladenen Weinkellerei aus zugekauftem Wein und dem Wasser des eigenen Mineralbrunnens hergestellte Weinschorle.

Das beklagte Land untersagte ihr dies mit der Begründung, die Bezeichnung “Winzerschorle” sei irreführend. Die Angabe “Winzer” dürfe nach europarechtlichen Bestimmungen nur für Wein verwendet werden, der ausschließlich aus in diesem Betrieb erzeugten Trauben stamme und vollständig in diesem Betrieb hergestellt worden sei. Da dies bei der Weinschorle hier nicht zutreffe, sei die Bezeichnung “Winzerschorle” für den Verbraucher irreführend.

Der gegen dieses Verkaufsverbot erhobenen Klage gab das Verwaltungsgericht statt ...

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