Der Neubau eines Studentenwohnheims

Ein Bauvorbescheid für ein mehrstöckiges Gebäude kann nicht mit dem Hinweis auf bodenrechtliche Spannungen durch die hohe bauliche Ausnutzung des Grundstücks verweigert werden, wenn sich im weiteren Verlauf der Straße jeweils Gebäudekomplexe, die von der Kubatur her noch deutlich größer sind als das geplante Vorhaben, befinden und der geplante Baukörper weder von seiner Höhe her noch hinsichtlich des umbauten Raums aus dem Rahmen fällt. Für die Frage, ob ein geplanter Neubau mit der Umgebungsbebauung harmoniert, gibt es keinen Grundsatz dahingehend, dass sich in durch vorwiegend ältere Bauten geprägten Gebieten nur traditionelle Bauweisen einfügen.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Fall die Stadt Trier verpflichtet, einen Bauvorbescheid für ein in der Hornstraße geplantes dreigeschossiges Studentenwohnheim mit Flachdach für insgesamt 27 Appartements zu erteilen. Die beklagte Stadt hatte die Erteilung des beantragten Bauvorbescheids mit der Begründung abgelehnt, das Vorhaben füge sich nicht in die vorhandene Umgebungsbebauung ein und löse durch die im Vergleich zur näheren Umgebung hohe bauliche Ausnutzung des Grundstücks bodenrechtliche Spannungen aus ...

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