Übergang eines Arbeitsverhältnisses beim Jobcenters auf eine Optionskommune

Nach § 6c Abs. 1 Satz 1 SGB II geht das Arbeitsverhältnis eines bei der Agentur für Arbeit beschäftigten Arbeitnehmers, der seit mindestens zwei Jahren Tätigkeiten nach dem SGB II (“Hartz IV”) wahrgenommen hat, auf einen kommunalen Träger über, wenn diese Aufgaben auf Antrag des kommunalen Trägers durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf diesen übertragen werden. Das Bundesarbeitsgericht beurteilt nun eben diese Vorschrift des § 6c Abs. 1 Satz 1 SGB II wegen eines unzulässigen Eingriffs in die durch Art. 12 Abs. 1 GG garantierte Berufsfreiheit des Arbeitnehmers als verfassungswidrig.

Die Klägerin war seit 1. November 2008 als Teamleiterin im Bereich SGB II in der Agentur für Arbeit in S. tätig. Ihr oblag die Leitung des sogenannten gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams, welches bei der Agentur für Arbeit gemeldete Arbeitslose sowohl aus dem Bereich SGB II – also die Grundsicherung für Arbeitssuchende (“Hartz IV”) – als auch aus dem Bereich SGB III – Arbeitslosengeld – an interessierte Arbeitgeber vermittelte. Nachdem der Landkreis S. ab 1 ...

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