Hobbypolizei ja, aber wehret der Bürgerwehr?

Erst Anfang des Monats hat ein Bericht mit dem Titel “Telefonieren Sie etwa am Steuer?” hier das Thema von Hobbypolizisten behandelt.

Wie oft – nur en passant – am Steuer, soll heissen: auch während der Fahrt nicht nur telefoniert wird, sondern das auch ohne dazu erforderliche Freisprecheinrichtung geschieht, wäre ein interessantes Thema für sich.

Aber in dem durchaus lesenswertem Beitrag findet sich unter anderem auch folgende Passage:

“Polizei als Hobby – in vier deutschen Bundesländern ist das möglich. Die freiwilligen Helfer gibt es in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Sachsen. Je nach Bundesland haben sie unterschiedliche Befugnisse. “Sie sind keine Bürgerwehr, sondern die bessere rechtsstaatliche Alternative”, begründet die Bayerische Sicherheitswacht ihre Daseinsberechtigung. Rund 760 Hobbypolizisten verrichten allein in Bayern ihren Dienst, in Hessen sind es nach Auskunft des Innenministeriums fast genauso viele. Die meisten von ihnen sind mit Funkgeräten und Reizgas ausgestattet – Schusswaffen gibt es nur in Baden-Württemberg.” (Quelle hier)

Nur mal so unter uns: Möchten SIE gern einem Hobbypolizisten mit Schusswaffe begegnen? Der meint, Sie hätten etwas getan, das ihn zu deren Einsatz berechtigt?

Wenn wir mal einen Blick darauf werfen, was – gelegentlich – dabei herauskommt, wenn “richtige” Polizeibeamte die Waffe einsetzen, weil sie sich zB bedroht fühlen oder wenn ihren Aufforderungen nicht Folge geleistet wird, haben wir in den zurückligenden Monaten mehr als einmal erlebt. Und das waren jahrelang geschulte Polizeibeamte, die mit solchen Sitationen umgehen können sollten ...

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