Eine sinnlose und unnötige Auslöschung von Leben

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige Land des amerikanischen Kontinents, das im vergangenen Jahr (2012) Hinrichtungen durchführte – und darüber hinaus eine der wenigen Industrienationen, die immer noch an der Todesstrafe festhalten. Weltweit hat sich mittlerweile eine klare Mehrheit der Staaten von der Todesstrafe abgewandt.

Ich meine ich das überhaupt nicht „antiamerikanisch“ – es geht schlicht um das Recht! Seit 1977 sind mehr als 1.300 Männer und Frauen exekutiert worden; über 140 Gefangene wurden in dem Zeitraum aus den Todestrakten entlassen1 , nachdem sich ihre Unschuld erwiesen hatte. Somit haben sich schon mehr als 10 % der Verurteilungen als Fehlurteil herausgestellt.

Dabei entscheidet oftmals nicht allein die Schwere der Straftat darüber, ob jemand zum Tode verurteilt wird oder eine andere Strafe erhält. Zum Faktor Hautfarbe tritt die Auswahl der Jury und die Qualität der Verteidigung (die natürlich wesentlich vom Faktor Geld abhängt). So wird faktisch nur als Geschworener ausgewählt, wer die Todesstrafe ausdrücklich befürwortet; man nennt dies eine death-qualified jury.

Von den insgesamt 50 Bundesstaaten der USA sehen 32 die Todesstrafe in ihren Strafgesetzen vor – überaus häufig wird diese noch in Texas, Arizona und Oklahoma angewendet. Das einzige Verbrechen, bei noch die Todesstrafe als Höchststrafe droht, ist ein Mord unter erschwerenden Tatumständen2 ...

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