Ausländeranteil in der Klasse als Grund für schlechte Noten

Die nach dem Schulgesetz bestehende Verpflichtung, deutsche Schüler und solche nichtdeutscher Herkunft gemeinsam zu unterrichten, bedeute nicht, dass in einer Schule mit hohem Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund diese gleichmäßig auf alle Klassen verteilt werden müssen.

So hat das Verwaltungsgericht Berlin in den hier vorliegenden Fällen entschieden, in denen es um die Feststellung ging, dass es rechtswidrig gewesen ist, drei Berliner Schüler ihr Probejahr an einem Gymnasium nicht bestehen zu lassen, da es einen hohen Anteil in der Klasse an nichtdeutschen Schülern gegeben habe. Im Schuljahr 2011/12 besuchten drei berliner Schüler mit Migrationshintergrund gemeinsam eine siebte Klasse des Leonardo- da-Vinci-Gymnasiums im Bezirk Neukölln. Das dort zu absolvierende Probejahr bestanden sie nicht, weil ihre Leistungen in sechs bzw. neun Fächern mit mangelhaft bewertet wurden. Die Kläger, die mittlerweile eine integrierte Sekundarschule besuchen, wollen nicht an das Gymnasium zurückkehren und hatten deshalb seinerzeit nicht um Rechtsschutz gegen die Nichtversetzung nachgesucht. Mit ihrer Klage begehrten sie allein die Feststellung, dass das Nichtbestehen des Probejahres rechtswidrig gewesen sei. Sie führen dies auf die ihrer Ansicht nach rechtswidrige Zusammensetzung ihrer Klasse zurück, die diskriminierend gewesen sei ...

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