AG Gießen: Einrichtung des gemeinsamen Sorgerechts für ein nichteheliches Kind

Das Sorgerecht für ein nichteheliches Kindes ist dann einzurichten, wenn die Eltern sich in der Vergangenheit praktisch so verhalten haben, als gäbe es bereits das gemeinsame Sorgerecht.

1. Sachverhalt

In dem Verfahren geht es um die Einrichtung des gemeinsamen Sorgerechts. Die Eltern eines Kindes waren nicht miteinander verheiratet und hatten auch keine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgegeben. Die Vaterschaftsanerkennung lag wirksam vor. Die Beziehung endete im Jahre 2005. Seit diesem Zeitpunkt fand regemäßiger Umgang zwischen Kind und Vater statt. Der Vater nahm das Kind an jedem Wochenende zu sich und später auch während eines Teils der Schulferien. Die Regelung über den Umgang fand problemlos statt. Darüber hinaus informierte die Kindesmutter den Vater auch über das Leben des Kindes und informierte den Vater auch über Kindergarten und schulische Veranstaltung sowie Elternsprechtage. Diese Termine nahm der Vater regelmäßig wahr ...

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