Wie spricht man mit der Polizei?

Der Anrufer wollte nur zwei, vielleicht drei Fragen stellen. Dazu kam er aber kaum. Denn bei der Leitstelle der Duisburger Polizei stieß er von vornherein auf allgemeine Abwehr. „So spricht man nicht mit der Polizei!“, blockierte der Beamte kategorisch den Wunsch des Anrufers. War dieser Widerstand nur flapsig gemeint? Oder anmaßend bis anachronistisch? Das ließ sich in diesem Moment nicht mehr aufklären. Denn weil Inhalt und Ton der amtlichen Belehrung kaum Bürgernähe zu entnehmen war, verlangte der Anrufer den Dienstgruppenleiter zu sprechen – der auch sachlich die erwünschte Auskunft gab.

Eine andere steht noch aus. Der Anrufer erlaubte sich der Anrufer, beim Polizeipräsidium Duisburg einmal sachlich bestimmt und korrekt anzufragen: Ist der Beamte berechtigt, im Namen “der Polizei” zu sprechen? Ist er dienstlich befähigt, die Polizei in sich zu personifizieren? Und überhaupt: Gibt es eine verbindliche Richtlinie oder sonstige Vorschrift, wie “man” mit „der Polizei“ spricht?

Das sogenannte „Beschwerdemanagement“ des Polizeipräsidiums ließ unter Angabe eines Aktenzeichens wissen, der Frau Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels habe das Schreiben vorgelegen ...

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