Aus der Straf-Juristerei 0002

Muss man wissen: Geht der Staatsanwalt bei Vergehen von einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren aus, muss er beim Strafrichter anklagen. Geht er von einer Freiheitsstrafe von zwei bis vier Jahren aus oder besteht der Verdacht eines Verbrechens, ist das Schöffengericht zuständig.

Bei einer Erwartung von einer Freiheitsstrafe von mehr als vier Jahren, der besonderen Schutzbedürftigkeit von Verletzten der Straftat, die als Zeugen in Betracht kommen, des besonderen Umfangs oder der besonderen Bedeutung des Falles und in weiteren seltenen Ausnahmen ist das Landgericht zuständig.

Nun trägt es sich auffällig oft zu, dass bei Vergehen Anklagen vor dem Schöffengericht erhoben werden, bei denen von Beginn an völlig klar ist, dass niemals eine höhere Freiheitsstrafe als zwei Jahre herauskommt oder vor dem Landgericht, obwohl kein Mensch eine "besondere Bedeutung" geschweige denn eine Straferwartung von vier Jahren erkennen kann ...

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