Videoüberwachung – die moderne Überwachungsgesellschaft am Beispiel Herne

Das Stichwort „Videoüberwachung“ lässt jeden Leser frei assoziieren (*).

Fügen wir eine Assoziation hinzu, die aus Herne (ca. 150.000 Einwohner, Stadtwappen eine Mischung zwischen Ferrari und Stuttgart, Wahlkreis Herne-Bochum II, Direktkandidatin: Michelle Müntefering, SPD) kommt und dort vor dem Arbeitsgericht steht.

Überwacht hat – der Arbeitnehmer. Bei sich zu Hause. Herausgekommen sind klare Bilder. Aufnahmen seines Chefs. Was der in der Wohnung machte, ist so abstrus, dass entweder die Dattelner Morgenpost für ihren Bericht unsauber recherchiert haben müsste (schließen wir mal aus) oder eben nur vor dem Arbeitsgericht stattfinden kann.

Der Arbeitnehmer hat nicht ohne Grund seine Wohnung überwacht:

Der angestellte Kaufmann war misstrauisch geworden, als in der Woche zuvor plötzlich die Antibabypille seiner Freundin verschwunden war. „Da habe ich die Kamera installiert“, sagte er am Rande des Prozesses. „Ich wollte wissen, ob einer in unserer Wohnung war.“

Ja, wenn die Antibabypille weg ist – die Packung ist ja auch sehr groß und auffällig – aber alle Wertgegenstände noch da sind, liegt ein klarer Schluss am nächsten: Da muss jemand in der Wohnung gewesen sein. Ohne eigenes Rezept für die Pille und daher vermutlich weiblich, hätte ich gedacht ...

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