FAZ geht wegen der Rezensionen auch auf Onlinebuchhändler los - Autoren fangen an zu löschen

Hier hatte ich berichtet, dass die FAZ und die Süddeutsche einen Bariton abgemahnt hatten, der es gewagt hatte Kritiken, die in den Zeitungen erschienen waren auf seiner Internetseite zu verwenden. Sinn und Zweck der Abmahnung war es, dass der Bariton Lizenzgebühren zahlen sollte. Aber das ist noch nicht alles. Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels berichtet in seiner Onlineausgabe über einen Fall, der vor dem LG München verhandelt wird und der wohl weitreichende Folgen für den Handel mit Büchern haben wird. Das Börsenblatt schreibt: Im Rechtsstreit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gegen den Online-Händler buch.de hat das Landgericht München wenig Zweifel daran gelassen, dass sie diese Auffassung der FAZ im Grundsatz teile, sagte Börsenvereins-Rechtsanwältin Katharina Winter auf Anfrage. Wesentlicher Streitpunkt zwischen FAZ und buch.de ist die Frage, ob die Verwendung von Pressestimmen bei der Online-Buchwerbung auch ohne gesonderte Lizenzierung zulässig ist. In der mündlichen Verhandlung am vergangenen Mittwoch habe das Gericht die Ansicht geäußert, dass buch.de sich bei der Online-Nutzung von Rezensionen weder auf das Zitatrecht noch auf eine gewohnheitsrechtliche Übung berufen könne, so Katharina Winter. Das Argument, dass die Online-Nutzung ebenso wie die seit Jahr und Tag geübte Branchenpraxis im Offline-Bereich gewohnheitsrechtlich ohne ausdrückliche Erlaubnis zulässig sein müsse, habe nicht verfangen ...Zum vollständigen Artikel

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