Wenn es beim Überholvorgang in einer Autobahnbaustelle zu einem Streifunfall kommt – Wer haftet?

Der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg hat in einem Urteil vom 11.05.2013 – 6 U 64/12 – entschieden, dass die Beteiligten eines sogenannten Streifunfalls beim Überholvorgang in einer Autobahnbaustelle jeweils zur Hälfte für den eingetretenen Schaden haften.

In dem dieser Entscheidung zu Grunde liegenden Fall wollte ein Autofahrer einen LKW mit Anhänger in einer Autobahnbaustelle auf einer Bundesautobahn überholen. Vor dem Überholvorgang war der LKW bereits einmal von der rechten Hauptfahrspur über die Fahrbahnmarkierung teilweise auf den linken Fahrstreifen geraten. Während des Überholvorganges auf den verengten Fahrbahnen stießen die beiden Fahrzeuge sodann aneinander. Es entstand am PKW ein Sachschaden in Höhe von mehr als 5.000 €.

Das Landgericht hatte die Klage des Autofahrers auf Schadenersatz abgewiesen ...

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