Gestaltungen mit dem Praxis-Kfz: Wenn der Pkw zum notwendigen Praxisvermögen gehört

von StB Frank Kuhnert, Krefeld, vpmed.de Wird der Pkw zu mehr als 50 % für die Praxis genutzt, können grundsätzlich alle Kosten, die für das Fahrzeug anfallen, als Praxiskosten angesetzt werden (z.B. Benzin, Autowäsche, KFZ-Steuer, Versicherung, Leasingkosten, Reparaturen, Garagenmiete, Abschreibung (i.d.R. sechs Jahre). Allerdings müssen die Kosten, die auf die private Nutzung entfallen, herausgerechnet werden. Wie wird der private Nutzungsanteil ermittelt? Gehört der Pkw zwingend in das Praxisvermögen, kann die Privatnutzung auf zwei Arten ermittelt werden, mittels der (pauschalen) Ein-Prozent-Regelung oder der (exakten) Fahrtenbuchmethode. Dieses Wahlrecht kann auch erst im Nachhinein in der Steuererklärung ausgeübt werden,dann muss allerdings „prophylaktisch“ ein Fahrtenbuch geführt werden. Die Ein-Prozent-Regelung Am bequemsten (und oft auch am teuersten) ist die pauschale Ein-Prozent-Regelung, da man sich hier – nach Ablauf des repräsentativen Zeitraums von drei Monaten – nicht mehr um regelmäßige Aufzeichnungen kümmern muss. Es werden 1 % des inländischen Bruttolistenpreises (einschließlich Sonderausstattung und Umsatzsteuer) im Zeitpunkt der Erstzulassung (also unabhängig davon, ob es ein Neu- oder Gebrauchtwagen ist ) monatlich als Praxiseinnahme erfasst. Per Saldo werden so die unterjährig gebuchten Pkw-Kosten also wieder gekürzt. Zusätzlich wird steuerlich noch eine Korrektur für die Fahrten zwischen Wohnung und Praxis vorgenommen. Diese Fahrtkosten des täglichen Arbeitsweges sollen für alle Steuerpflichtige – egal ob selbstständig oder angestellt – nur in Höhe der Entfernungspauschale von 0,30 EUR pro Entfernungskilometer steuerlich ansetzbar sein. Beispiel Ein Arzt fährt einen Pkw mit einem Brutto-Listenneupreis in Höhe von 60.000 EUR und wohnt 20 km von der eigenen Praxis entfernt. 1 % x 12 Monate x 60.000 EUR = 7.200 EUR 0,03 % x 12 Monate x 60.000 EUR x 20 km = 4.320 EUR 20 km x 230 Arbeitstage x 0,30 EUR = -1 ...Zum vollständigen Artikel


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