Das neue Unterhaltsrecht - Erläuterungen zur Reform des Unterhaltsrechts 2008

Umfrage der Bertelsmann Stiftung: Änderungen und Konsequenzen des neuen Unterhaltsrechts sind weitgehend unbekannt

Im März 2009 führte TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine repräsentative Umfrage zum Thema »Neues Unterhaltsrecht« durch. Befragt wurden insgesamt 1.560 Personen aus Haushalten, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Von der Gesamtgruppe gehören 792 Personen der Gruppe der Betroffenen an: Geschiedene und getrennt lebende Paare mit Kindern, die jünger als 25 Jahre sind, Alleinerziehende und Patchwork-Familien. Weitere 768 Personen gehören der Gruppe der potentiell Betroffenen an: Verheiratete und unverheiratete Paare mit Kindern unter 25 Jahren.

Diese Umfrage hat zeigt, daß das neue Unterhaltsrecht in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt ist: Nur 17% der befragten Mütter und Väter mit Kindern kennen die Details der neuen Gesetzgebung. Selbst in der Gruppe der Betroffenen - also Zahler bzw. Empfänger von Unterhalt - kennt nur jeder Dritte das Gesetz genauer. Offenbar haben sich auch die wenigsten Eltern bisher mit den kurz- und langfristigen finanziellen Folgen sowie den Auswirkungen auf den Lebensstandard oder den Ansprüchen aus dem Versorgungsausgleich und der gesetzlichen Rentenversicherung auseinandergesetzt.

Mit ihrer repräsentativen Umfrage ermittelt die Bertelsmann Stiftung erstmals, inwieweit Männer und Frauen in Deutschland über das neue Unterhaltsrecht informiert sind, und wie sie das Gesetz einschätzen. Darüber hinaus liefert sie erste Aussagen darüber, wie die Ziele der Reform - insbesondere die Stärkung des Kindeswohls und der Eigenverantwortung des geschiedenen Ehegatten sowie die Vereinfachung des Unterhaltsrechts - von den unterschiedlich betroffenen Bevölkerungsgruppen bewertet werden. Über diese Kernpunkte des neuen Unterhaltsrechts informiert, beurteilten es 40% aller Befragten positiv, weitere 40% waren teilweise zufrieden, und 13% äußerten sich ablehnend ...

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