Veröffentlichung des Bildes einer Person ohne deren Einwilligung

Eigener Leitsatz: Die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung beurteilt sich nach dem abgestuften Schutzkonzept, denn grundsätzlich dürfen Fotografien nur mit Einwilligung der darauf abgebildeten Person verbreitet werden. Eine Ausnahme liegt jedoch vor, wenn es sich um ein Bildnis der Zeitgeschichte handelt, welches sich nach dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit ergibt.

Landgericht Köln

Urteil vom 14. August 2013

Az.: 28 O 144/13

Tenor 1. Die Beklagten werden verurteilt, es bei Vermeidung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000,- Euro, ersatzweise Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, im Wiederholungsfall bis zu zwei Jahren, zu unterlassen, das in Anlage K1 wiedergegebene Foto des Klägers zu 3 zu verbreiten, wenn dies geschieht wie im Rahmen des in der Zeitschrift �Z� (Nr. #/##) vom 13.2.2013 veröffentlichten Artikels �K � Drama um ihr Kind! Der leibliche Vater ist in Sorge.� 2. Die Beklagten werden verurteilt, den Kläger zu 3 von den Kosten der vorprozessualen Vertretung in Höhe von 387,82 Euro freizustellen. 3. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 4. Die Kosten des Rechtsstreits tragen der Kläger zu 1, die Klägerin zu 2 die Beklagten zu jeweils 1/4. 5. Das Urteil ist für den Kläger zu 3 hinsichtlich des Tenors zu 1. gegen Sicherheitsleistung in Höhe 5.000,- Euro, im Übrigen gegen Sicherheitsleistung von 120% des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar. Tatbestand Die Parteien streiten um die Zulässigkeit einer Bildnisveröffentlichung. Die Klägerin zu 2 ist Schauspielerin und Moderatorin. Sie ist bzw. war alkoholkrank und begab sich aus diesem Grund am 19.9.2012 in stationäre Behandlung in die A-Klinik in C. Der Kläger zu 1 ist ihr Ehemann und ein Medienmanager und der Kläger zu 3 ihr Sohn und der Adoptivsohn des Klägers zu 1 ...

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