Gestaltungen mit dem Praxis-Kfz: Wann ist der Pkw Praxis- bzw. Privatvermögen?

von StB Frank Kuhnert, Krefeld, vpmed.de Immer wieder taucht die Frage auf, wie der Arzt den Pkw am besten steuerlich absetzen kann. Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab. Nicht immer ist es günstiger, den Pkw dem Praxisvermögen zuzuordnen. Ihn im Privatbereich zu belassen, kann in vielen Fällen vorteilhafter sein. In jedem Falle sollte vorher durchgerechnet werden, welche Alternative die größten steuerliche Vorteile bietet. Doch wonach richtet es sich eigentlich, ob der Pkw Praxis- oder Privatvermögen ist? Welche Vermögenszuordnungen gibt es steuerlich? Um dies bestimmen zu können, müssen zunächst die Fahrten analysiert werden. Zwingend Praxisvermögen: Wird das Fahrzeug zu mehr als 50 % für Fahrten, die mit der ärztlichen Tätigkeit zusammenhängen (z.B. Hausbesuche, Bank, Steuerberater, Fortbildungen) genutzt, ist der Pkw „notwendiges Betriebsvermögen“. Das Auto gehört zwingend zum Praxisvermögen. Zu den betrieblichen Fahrten zählen hierbei auch die Fahrten zwischen Wohnung und Praxis. Wahlweise Praxis- bzw. Privatvermögen: Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 % und 50 %, besteht ein Wahlrecht, den Pkw im Privatvermögen zu belassen oder ihn in das Praxisvermögen zu übernehmen. Zwingend Privatvermögen: Wird das Fahrzeug zu mehr als 90 % für private Zwecke genutzt, gehört es zur privaten Sphäre. Wofür ist diese Zuordnung wichtig? Die Zuordnung entscheidet darüber, in welchem Umfang steuerlich relevante Aufwendungen und ggf. auch Erträge anfallen: Bleibt der Pkw im Privatvermögen, können (nur) die betrieblich veranlassten Fahrtkosten in der Gewinnermittlung der Praxis abgezogen werden. Die Anschaffungskosten und ein Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf werden steuerlich nicht erfasst ...Zum vollständigen Artikel


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