Harry Potter ist auch in homöopathischen Dosen urheberrechtlich geschützt

Mit rechtskräftigen Urteilvom 03.04.2012, Az. 161 C 19021/11 hat das Amtsgericht München in Person einer mir nicht ganz unbekannten Richterin entschieden, dass das Urheberrechtsgesetz nicht nur das Gesamtwerk als solches schützt, sondern auch kleinste Teile davon. Für die Verwirklichung einer Urheberrechtsverletzung mittels Filesharing in einem über Peer-to-Peer-Netzwerk ist es ausreichend, wenn lediglich kleinste Bruchstücke angeboten werden. Das Urhebergesetz schütze nicht nur das Gesamtprodukt, sondern auch kleinste Teile davon. Sinn und Zweck sei es gerade, die Übernahme fremder Leistung generell zu unterbinden, egal wie klein oder umfangreich der übernommene Teil sei. Insofern sei es für die Verwirklichung einer Urheberrechtsverletzung auch ausreichend, wenn lediglich kleinste Bruchstücke angeboten würden. Mit der vorgenannten Begründung hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall der Klage des Hörbuchverlages „der Hörverlag (DHV)“ stattgegeben, der für angebotene Downloads über Peer-to-Peer-Netzwerke Schadensersatz vom ermittelten Anschlussinhaber verlangt hat. In einem Peer-to-Peer-Netz sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen, als auch zur Verfügung stellen. Daher kann hier ein Werk von mehreren Computern zeitgleich angeboten werden und aufgrund des parallelen Herunterladens auch kleinster Teile in kurzer Zeit zusammengesetzt werden. Aufgrund dieser Aufteilung müsse also ein einzelner im Netz befindlicher Computer nicht das gesamte Werk anbieten ...Zum vollständigen Artikel

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