Einer sprang über den Jägerzaun……..{Pardauz! Oder: Die polizeiliche Achillessehne}

Polizeibeamte sind irgendwie immer im Dienst. Könnte man meinen. Wenn man in regelmässiger Serie Entscheidungen liest, in denen es um ausserdienstliches und rechtswidriges Verhalten geht. Einerseits.

Oder um Fälle, bei denen im Dienst (mehr oder weniger heftig rechtswidrig bis strafbar) und vor allem auch nicht selten ausserhalb des Dienstes ein Freund und Helfer und Hüter von Recht und Ordnung sich anschickt, Unrecht und Verdächtige oder Missetäter zu verfolgen.

Und dabei stolpert, zu Sturz oder nicht jedenfalls nicht ganz über den Zaun kommt, wenn er über Hürden oder Grenzen mancherlei Art geht, läuft oder hüpft – und dann Anerkennung seiner erlittenen Verletzungen als versicherten Unfall begehrt. Andererseits.

Manche fallen auch einfach mal um. In der Sauna.

Das sind so die Kategorien, in denen sich manches Mal und bei manchem Fall (wie Sturz) gleichermassen die Achillesfersen und manchmal auch -sehnen des Polizeibeamten und deren Folgen in der Judikatur widerspiegeln. So wie im nachfolgenden Fall, der gerichtlich entschieden wurde. Beim Verwaltungsgericht Mainz.

Dort ging es um die Klage eines Polizeibeamten, der die Anerkennung eines Achillessehnenabrisses nach einem Sprung über einen Jägerzaun als Dienstunfall und Unfallausgleichsleistungen begehrt hatte.

Es war einmal ein Kriminalkommissar. In Rheinland-Pfalz. So ca. Mitte 50 alt. Es ist Sommer 2009. Während seiner Freizeit bemerkte er beim Abendessen in der Außenanlage einer Gaststätte, dass ein Autofahrer beim Ausparken das Fahrzeug eines Bekannten beschädigte und sich anschickte, den Unfallort zu verlassen.

Wo kämen wir denn da hin, wenn wir den davon kommen liessen. Würde sich da sicher mancher denken. Und etwas in der Art motivierte wohl auch den Kriminalkommissar. Und um den Fahrer daran zu hindern, sprang der Kläger über einen ca. 75 cm hohen Jägerzaun. Sowas geht nicht immer gut. Und so verletzte er sich dabei ...

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