Gewährleistungs- und Produkthaftungsrecht zugunsten des britischen Verbrauchers

Das Gewährleistungs- und Produkthaftungsrecht ist auf Grund von einschlägigen EU-Richtlinien in Großbritannien und Deutschland ähnlich geregelt. Allerdings ist das britische Recht zu Gewährleistung und Produkthaftung überlagert durch alte Gesetzesvorschriften und durch das sog. common law (Richterrecht). Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, dann lesen Sie den folgenden Beitrag.

Frage: Ist die Gewährleistung und Produkthaftung in Großbritannien ähnlich wie in Deutschland geregelt?

Im Prinzip ja. Fragen der Gewährleistung und der Produkthaftung sind in den EU-Richtlinien 1999/44/RG und 85/374/EWG für die Mitgliedsstaaten der EU geregelt. Großbritannien hat die Richtlinie 1999/44/RG im nationales Recht durch die „Sale and Supply of Goods to Consumers Regulations 2002 und dem Consumer Protection Act umgesetzt. Daneben gelten die allgemeinen Grundsätze des britischen common law zur Fahrlässigkeit.

Es gelten für das Gewährleistungsrecht des Verbrauchers ähnlich wie in Deutschland folgende Regeln:

Entspricht die Ware bei Lieferung nicht dem vertragsmäßen Gebrauch kann er Reparatur oder Ersatz verlangen. Wenn dies unverhätnismäßig ist, kann er Minderung oder Rückerstattung verlangen. Wenn der Mangel während der ersten 6 Monate nach Kauf ersichtlich ist gilt die Vermutung, daß der Mangel bereits bei Lieferung bestanden hat. Im Unterschied zu deutschem Recht, kann der Verbraucher auf Grund der Vorschriften des Sale of Goods Act 1979 die Schadhaftigkeit der Ware noch 6 Jahre nach Kauf geltend machen. Das geht über die Vorschriften der „Sale and Supply of Goods to Consumers Regulations 2002“ hinaus, die nur eine zweijährige Frist für die Geltendmachung von Schäden vorsehen ...

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