Rezension Zivilrecht: Wettbewerbsrecht

Lettl, Wettbewerbsrecht, 2. Auflage, C.H. Beck 2013 Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt am Main Das Wettbewerbsrecht (als Lauterkeitsrecht, vgl. zum Begriff § 1 Rn. 1 u. Fn. 1) lässt sich in einer groben Zusammenfassung wie folgt skizzieren: Es stellt ein Instrumentarium dar, um die wirtschaftlichen Zielvorstellungen des Staates in gewissen Grenzen lenken zu können (Ordnungspolitik). Zugleich stellt das Wettbewerbsrecht gewisse Regeln auf, um – unverhältnismäßig empfundene – Übervorteilungen von Verbrauchern durch das Verhalten von Marktakteuren zu unterbinden (Ausgleich von Vertragsparität). Aus diesem Grunde ist das Wettbewerbsrecht für das gesamte Wirtschaftsrecht von großer Bedeutung. Jedenfalls Grundzüge dieser Materie sollten jedem geläufig sein, der sich mit dem weiten Feld des Wirtschaftsrechts beschäftigt. Das Lehrbuch von Tobias Lettl, Inhaber eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Universität Potsdam, bietet eine sehr gute Möglichkeit, um sich einen Gesamtüberblick über dieses Rechtsgebiet zu verschaffen. Auf 420 Seiten präsentiert Lettl das Wettbewerbsrecht auf eine verständliche und zugleich anspruchsvolle Art und Weise. Der äußere Aufbau des Buches richtet sich nach den Normen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Der innere Aufbau hingegen orientiert sich stets am europäischen Primär- und Sekundärrecht. Neben der einführenden Darstellung der europarechtlichen Vorgaben, erfolgt die Darstellung einer jeden Norm des UWG vor dem Hintergrund des Europarechts. So werden zunächst diejenigen Normen des AEUV vorgestellt, die eine wettbewerbsrechtliche Ausprägung haben. Der Darstellung der Zulässigkeit der vergleichenden Werbung (§ 6 UWG) kann beispielsweise entnommen werden, dass die RL 2006/114/EG (Irreführungsrichtlinie) vor dem Hintergrund des Art. 169 Abs ...Zum vollständigen Artikel


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