Ran an die Reserve – BNetzA veröffentlicht den Reservekraftwerksbedarf für den kommenden Winter

(c) BBH

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am vergangenen Montag bekannt gegeben, wie hoch der Bedarf an Reservekraftwerkskapazitäten für den kommenden Winter sein wird. Die Veröffentlichung wurde mit einiger Spannung erwartet. Der Bedarf wird auf Grundlage der Reservekraftwerksverordnung (ResKV) ausgeschrieben (wir berichteten), und diese Verordnung wurde diesen Sommer bekanntlich unter der Drohkulisse durchgesetzt, dass ohne sie flächendeckenden Blackouts in den kommenden Wintermonaten drohen. Zum anderen wurde die Einführung der ResKV verschiedentlich als Einstieg in/ Übergangslösung für ein neues Marktdesign gewertet.

Die Hoffnung der Betreiber von Bestandsanlagen, dass die Vergütungsvorgaben der ResKV ihnen Planungssicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen (Weiter-)Betriebs ihrer Anlagen verschaffen würde, hat sich zwar nicht erfüllt. Dennoch wurde mit großem Interesse darauf geblickt, wie angespannt die Netzsituation vor allem im süddeutschen Netzbereich tatsächlich ist und welche Optionen sich hieraus im konkreten Fall ergeben.

Was hat die BNetzA festgestellt?

Der von der BNetzA vorgelegte Bericht kommt nun zu folgenden Erkenntnissen:

Zusätzlich zum bestehenden Redispatch-Volumen bestätigt die BNetzA einen Bedarf an Reservekraftwerkskapazitäten in Höhe von insgesamt 2.540 MW für den Winter 2013/2014. Dies hört sich auf den ersten Blick recht viel an. Der Bedarf ist aber dann doch geringer ausgefallen als erwartet, da unter anderem wichtige Gaskraftwerke im süddeutschen Raum mit festen anstatt unterbrechbaren Gasnetzzugangskapazitäten abgesichert werden konnten. Doch selbst der festgestellte Bedarf wird nicht in vollem Umfang ausgeschrieben. Nach Angaben der BNetzA sind bereits rund 80 Prozent des genannten Reservebedarfs vertraglich kontrahiert und unterliegen damit nicht den Bestimmungen der ResKV ...

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