Praxisgemeinschaftsvertrag fehlerhaft - kein Schadensersatz vom vertragsuntreuen Kollegen: LG ...

Der Fall:

Zwei Zahnärztinnen schlossen im Jahr 2007 eine Kooperation betreffend einer Zahnarztpraxis. Die klagende Ärztin (Senior) stellte Praxis und Inventar, die beklagte Ärztin (Junior) konnte die Infrastruktur nutzen und zahlte dafür eine Nutzungs/Kostenpauschale in Höhe von 67% des von ihr erwirtschafteten Honorarumsatzes (ohne Kosten des Eigenlabors) - für Prophylaxeleistungen musste sie 80 % abführen. Eine Regelung zur Verteilung der Sprechstunden bzw. zur Arbeitszeitverteilung sah der Vertrag nicht vor. Die Kündigungsfrist betrug sechs Monate.

Der Vertrag wurde dann so "gelebt", dass die Juniorin vier Tage die Woche, die Seniorin einen Tag der Woche tätig war. Später schmiss die Juniorin die Praxis alleine - die Seniorin stand de facto lediglich für fachliche Unterstützung (Konzil) und Urlaubsvertretung zur Verfügung. Die Seniorin war im übrigen an einem anderen Praxisstandort tätig. Honorareinnnahmen flossen auf ein gemeinsames Konto und die Seniorin trug alle laufenden Kosten der Gemeinschaftspraxis.

Die Juniorin kündigte Ende 2011 und verließ die Praxis zum Jahreswechsel 2011/2012. Sie gründete eine eigene Zahnarztpraxis.

Die Seniorin verlangte von der Juniorin u.a. Schadensersatz für Umsatzausfälle, die ihr durch das Wegbleiben der Juniorin entstanden seien.

Die Entscheidung:

Das Landgericht Koblenz wies ihre Klage zurück. Ein Schadensersatzanspruch für entgangene Einnahmen in der Zeit vom 1.1.2012 bis 30.06.2012 bestehe nicht ...

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