Gut aufgeklärt zu ästhetischen Operationen

Dr. Günther Loibner, Univ.Doz. Dr. Rafic Kuzbari, Dr. Elke Janig u. Dr. Haimo Sunder-Plassmann

Die Redaktion hat Auswirkungen des seit 1.1.2013 geltenden Gesetzes über die Durchführung von ästhetischen Behandlungen und Operationen (ÄsthOpG) mit Herrn Univ. Doz. Dr. Rafic Kuzbari, Frau Dr. Elke Janig und den Rechtsanwälten von Sunder-Plaßmann Loibner & Partner diskutiert.

Ziel des Gesetzgebers war es, einer teilweise als verharmlosend wahrgenommenen Darstellung von Schönheitsoperationen entgegen zu wirken, Aufklärungs- und Qualitätsstandards sicher zu stellen, Jugendliche besonders zu schützen, Werbebeschränkungen einzuführen und einen Wildwuchs an teilweise von Boulevardmedien kreierten Bezeichnung wie Beauty-Doc zu unterbinden. Gesundheitsminister Alois Stöger hat die Gesetzesänderung als Qualitätsoffensive deklariert.

Redaktion: Hat der Gesetzgeber mit dem ÄsthOpG die gesteckten Ziele erreicht? Kuzbari: Was die gesteigerte Qualitätssicherung betrifft, aus unserer Sicht jedenfalls. Ästhetische Operationen dürfen von Fachärzten für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie durchgeführt werden. Darüber hinaus dürfen Fachärzte abhängig von ihrem jeweiligen Sonderfach (Liste auf der Website der Ärztekammer) bestimmte ästhetische Operationen durchführen. Allgemeinmediziner bedürfen einer von der Ärztekammer zu erteilenden Anerkennung hinsichtlich bestimmter Eingriffe; diese Anerkennung setzt den Nachweis entsprechender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten voraus. Nur bei entsprechender Qualifikation ist es gestattet, Hinweise auf „Ästhetische Medizin“ oder „Ästhetische Behandlung“ anzuführen. Bezeichnungen wie „Beauty-Doc“ oder aber auch „Schönheitschirurg“ sind passé.

Redaktion: Besonderen Umfang gilt nun der Aufklärung des Patienten ...

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