Endgültiges Nichtbestehen der juristischen Zwischenprüfung im fünften Semester

Die Wiederholung einer Leistung im fünften Studiensemester nach § 9 Abs. 1 Satz 2 der Zwischenprüfungsordnung des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Hamburg vom 1. September 2005 (ZwPO 2005) setzt die Bewertung einer in den ersten vier Semestern erbrachten Leistung mit weniger als vier Punkten voraus. Im Einzelfall besteht ein wichtiger Grund im Sinne des § 4 Abs. 6 HmbJAG, § 9 Abs. 2 ZwPO 2005, einen Leistungsnachweis im fünften Semester erbringen zu dürfen.

Die Voraussetzungen des § 4 Abs. 6 HmbJAG, wonach die Zwischenprüfung im Studienfach Rechtswissenschaft endgültig nicht bestanden hat, wer die geforderten Leistungsnachweise ohne wichtigen Grund bis zum Ende des fünften Fachsemesters nicht erbracht hat, liegen nicht vor. Die Klägerin hat alle nach § 4 Zwischenprüfungsordnung des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Hamburg (ZwPO 2005), die auf die Klägerin, die im Sommersemester 2007 ihr Studium aufgenommen hat, anwendbar ist, erforderlichen Leistungsnachweise bis zum Ende des fünften Semesters erbracht. Zwar hat sie die Fallklausur im Zivilrecht nicht innerhalb ihrer ersten beiden Studienjahre (§ 4 Abs. 4 Satz 1 HmbJAG, §§ 4, 1 Abs. 1 ZwPO 2005) erfolgreich abgelegt. Sie hat jedoch, obwohl keine von ihr gefertigte Fallklausur im Zivilrecht innerhalb der regulären Prüfungszeit mit “nicht bestanden” bewertet worden ist, im fünften Fachsemester erfolgreich von der ihr zustehenden Möglichkeit Gebrauch gemacht, diesen Leistungsnachweis zu erbringen. Darüber hinaus sind die angegriffenen Bescheide auch aus formellen Gründen rechtswidrig.

Nach der Zwischenprüfungsordnung 2005, die auf § 4 Abs. 1 Satz 2 und Abs ...

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