Wieder einmal eine unendliche Geschichte mit der GWE

Die GWE GmbH ist bekannt dafür, dass sie für Einträge in Internet-Branchenbücher horrende Preise verlangt. In der Vergangenheit führte dies zu einer regen Tätigkeit der Rechtsprechung mit diversen Urteilen, häufig gegen die GWE, letztlich einmal zu Gunsten der GWE. Immer spielt dabei die Frage, ob eine Zahlungspflicht wirksam vereinbart wurde, die streitentscheidende Rolle (vgl. u.a. hier).

Nun liegt uns aktuell ein Verfahren vor, welches sehr spannend illustriert, welchen Affentanz manch angeblich von seinem Anspruch so überzeugter, vermeintlicher Gläubiger unternimmt, um den angeblichen Schuldner von dessen Zahlungspflicht zu überzeugen.

Der angebliche Vertragsschluss fand im November 2012 statt, die erste Rechnung über 569,06 € folgte im gleichen Monat. Nach einem Widerruf der Mandantschaft gab es bis in den Februar 2013 Mahnschreiben, für die insgesamt 5,- € Mahngebühren berechnet wurden.

Im März 2013 tritt dann die Deutsche Direkt Inkasso GmbH auf den Plan. Sie verlangt einschließlich Kosten etc. schon 671,04 €. Dieser Betrag erhöht sich dann sogar noch auf 682,89 €. Die Beantragung eines Mahnbescheides wird in Aussicht gestellt, und ein Entwurf gleich zur Illustration übersandt.

Im April erfolgt dann ein weiteres Schreiben der DDI GmbH mit dem Angebot, gegen Zahlung von 450,- € die Angelegenheit für erledigt zu betrachten.

Dieses Angebot macht auch noch einmal die seit Mai 2013 in der Sache tätige Rechtsanwältin Mölleken aus Köln. Sie stellt auch klar, dass bei Zahlung der 450,- € auch keinerlei Gebühren für ein zweites Vertragsjahr anfallen würden ...

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