EuGH „rettet“ Berliner Eisbär Knut

Begonnen hatte die Geschichte des Rechtsstreits vor dem EuGH mit der Geburt des Berliner Eisbären Knut im Jahr 2006. Die erste Eisbärengeburt im Zoologischen Garten Berlin seit mehr als 30 Jahren wurde schnell zu einer medialen Erfolgsgeschichte für den Berliner Zoo. Das niedliche Tier begeisterte die Besucher und war schnell bundesweit und wohl auch weltweit bekannt.

Diese Bekanntheit nutzte der Zoo auch um mit entsprechenden Merchandisingprodukten, die sich gut verkauften und für zusätzliche Einnahmen in der Kasse des Zoos sorgten. Leider fand diese Geschichte 2011 ein jähes Ende, als der Eisbär Knut in seinem Gehege vor den Augen der Besucher leidvoll verstarb. Wie bei bekannten Künstlern änderte sich an dem Marktwert des Eisbären aber trotz seinen Todes nichts und der Zoo konnte sich hier weiter erfolgreich vermarkten.

Flankiert wurde die Vermarktung auch durch eine markenrechtliche Absicherung des Namens Knut mithilfe mehrerer deutscher und europäischer Marken, wobei diese als frühesten Anmeldetag den 22.03.2007 aufweisen, wenn auch an diesem Tag in identischer Doppelausführung. Merkwürdigerweise hatte die britische Firma KNUT IP MANAGEMENT LTD. genau einen (!) Tag vorher die Marke „KNUT – DER EISBÄR“ angemeldet. Ein Schelm wer hier böses vermutet. Gegen diese Marke ist das Widerspruchsverfahren noch anhängig.

Die Briten, vertreten durch eine deutsche Kanzlei, dachten sie sind ganz schlau und haben auch noch am 27. April 2007 eine identische Gemeinschaftsmarke angemeldet, gegen die der Zoo auch Widerspruch einlegte. Dabei stützte der Berliner Zoo neben seinen deutschen Marken, die die Bezeichnung Knut enthalten auch auf eine von ihm lizenzierte Marke „Knud“, die von Dritten zum 19. Februar 2007 angemeldet wurden war, denn nur so konnte er ein älteres Schutzrecht für sich in Anspruch nehmen ...

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