Ein Stinkefinger als Politikum

Wenn es nicht so traurig wäre müsste man lachen. Da wird der Name eines Menschen mit dem eines anderen Individuum in Bezug gebracht, der von einer Anklage in die nächste läuft und reagiert spontan. Da hat die stets kontrollierte Politikerfassade ein wenig gebröckelt und sichtbar wurde ein ... Mensch. Ein Mensch, der sich ärgert. Ein Mensch der vielleicht auch persönlich be- und getroffen ist. Und keine Politikermaschine, die alles weglächelt oder mit einer Standardfloskel alles glattbügelt. Stimmt, dass kam bei dem Politiker Steinbrück auch schon häufig vor. Aber hier mal nicht. Und er hat der Unsitte widerstanden, dass Politiker und alle sonstigen A bis D-Prominenten alles gesagte und gezeigte noch einmal gegenlesen, korrigieren oder freigeben dürfen. Es lebe die geschönte Hochglanzwirklichkeit der Presse. Er hat das Foto nicht gestoppt. Das wäre wahrscheinlich die einfachste und von allen Strategieberatern gewünschte Lösung gewesen. Einfach so zu tun, als habe es die Geste nicht gegeben. Dann wäre der Wahlkampf - Hier die sympathische Mutter der Nation, die für ihre Zög- und Schützlinge nur das Beste will und dort der sachkompetente aber distanzierte Besserwisser, der nur die Kontenance verliert, wenn seine Frau ins Spiel kommt - so weitergelaufen wie bisher. Zumindest der, der großen Parteien, welche mit Lull und Lall ein großes schwarzes Tuch über solch Themen wie NSA, Syrien etc. legen und sich nur mit Belanglosigkeiten wie weiter so versus besser machen aufhalten. Und jetzt halt ein Foto, eine Geste. - Ein Aufschrei. Er ist ob der Geste nicht wählbar ...Zum vollständigen Artikel


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