Wissenschaftsbetrug: Strafbarkeit eines Plagiats

Nach Ansicht einiger Experten soll etwa jede dritte Doktorarbeit in den Fachbereichen Jura und Wirtschaftswissenschaften von einem Ghostwriter stammen. Bereits im letzten Sommer hatte der Deutsche Hochschulverband den Gesetzgeber aufgefordert, einen eigenen Straftatbestand Wissenschaftsbetrug zu schaffen.

Miloš Vec, Professor der Universität Wien für Europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte, hat das Thema in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 12.09.2013 unter der treffenden Überschrift „Mangel an Originalität ist kein Verbrechen“ nochmals aufgegriffen und sich sehr deutlich gegen die Schaffung eines solchen Straftatbestandes ausgesprochen. Zurecht führt er an, dass schon keine Gesetzeslücke gegeben ist, sondern über die zunehmend bei Abgabe der Dissertation geforderte eidesstattlichen Versicherung ein Ansatz für eine Strafbarkeit gegeben ist. Ist diese eidesstattliche Versicherung, man habe die Arbeit selbst verfasst, unrichtig und vor einer zuständigen Stelle abgegeben, mache sich der Erklärende strafbar (§ 156 StGB).

Zudem kritisiert Vec den Gesetzesentwurf als technisch mangelhaft und wegen schwammiger Formulierungen als rechtsstaatlich bedenklich ...

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