Die Reue der Justiz im Fall Horst Arnold

Heidi K. hatte ihren Lehrerkollegen Horst Arnold beschuldigt, er habe sie vergewaltigt. 12 Jahre liegt diese Anschuldigung nun zurück – Arnold wurde wegen ihr zu fünf Jahren Haft verurteilt, später nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen – doch sein Leben war zerstört.

Erstmals wurde in Deutschland nun eine Frau verurteilt, die – bewusst – falsch behauptet hatte, vergewaltigt worden zu sein – und so vom mutmaßlichen Opfer zur Täterin wurde. Das Landgericht Darmstadt verurteilte Heidi K. heute zu einer Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren wegen schwerer Freiheitsberaubung gem. § 239 Abs. 3 StGB.

Die Staatsanwaltschaft hatte 7 Jahre Haft für die Frau gefordert. „Die Reue der Justiz“ nannte dies Gisela Friedrichsen vom Spiegel.

Die Welt schrieb unter der Überschrift „Die Frau, die einem Mann das Leben nahm“:

Der Fall Arnold zeigt, dass eine Frau keine Waffen braucht, um einen Mann zu zerstören. Und dass es jeden treffen kann. Selbst krudeste Schilderungen werden in manchen Gerichten, die mit dem Thema Sexualdelikt oft große Berührungsängste haben, hingenommen.

Die Lehrerin Heidi K ...

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  • Plädoyers im Fall Heidi K.: Die Reue der Justiz

    spiegel.de - 27 Leser - Heidi K. beschuldigte Horst Arnold, er habe sie vergewaltigt. Arnold wurde verurteilt, später freigesprochen, doch sein Leben war zerstört. Nun fordert die Staatsanwaltschaft wegen Freiheitsberaubung eine hohe Haftstrafe für die 48-Jährige.

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