Umsatzsteuer: Umsatzsteuerberechnung nach vereinnahmten Entgelten durch Freiberufler

Das Finanzamt kann auf Antrag gestatten, dass ein Unternehmer, soweit er Umsätze aus einer Tätigkeit als Angehöriger eines freien Berufs ausführt, die Umsatzsteuer nicht nach den vereinbarten Entgelten, sondern nach den vereinnahmten Entgelten berechnet (BMF 31.7.13, IV D 2 - S 7368/10/10002). 2010 hatte der BFH (22.7.10, V R 4/09) jedoch entschieden, dass § 20 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 UStG a.F. nicht anwendbar ist, wenn der Unternehmer in Bezug auf die in der Vorschrift genannten Umsätze buchführungspflichtig ist. Dies gilt nach Meinung der Finanzverwaltung auch, wenn der Unternehmer insoweit freiwillig Bücher führt. Die gegen das Urteil eingelegte Verfassungsbeschwerde BVerfG (20.3.13, 1 BvR 3063/10) hatte das Gericht nicht zur Entscheidung angenommen. Die Finanzverwaltung will nun das BFH-Urteil - in allen Fällen - folgendermaßen angewendet wissen: Keine Ist-Besteuerung, wenn (freiwillig) Bücher geführt werden. Die Genehmigung der Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten nach § 20 S. 1 Nr. 3 UStG für Umsätze aus einer Tätigkeit als Angehöriger eines freien Berufs i. S. des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist ab sofort nicht mehr zu erteilen, wenn der Unternehmer für diese Umsätze Bücher führt. Dabei ist es unerheblich, ob die Bücher aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder freiwillig geführt werden. Hat der vom Unternehmer im Kalenderjahr 2012 erzielte Gesamtumsatz (§ 19 Abs ...Zum vollständigen Artikel

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