Skandalös? Fotos vom Arbeitnehmer bei Zweifel an dessen Krankheit sind zulässig

Ist ein Arbeitnehmer trotz Krankschreibung intensiv mit der Reinigung eines Autos beschäftigt, ist es dem Vorgesetzten bei Verdacht einer vorgetäuschten Erkrankung erlaubt, den Arbeitnehmer zu fotografieren. Das entschied jüngst das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 11.07.2013, 10 SaGa 3/13) und stellte damit eine Frage zur Diskussion: Was ist mit dem Persönlichkeitsrecht? Darf das denn so einfach umgangen werden? In diesem Fall schon, so die Richter. Denn: Der Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers ist dann gerechtfertigt, wenn eine Güterabwägung zugunsten der gleichfalls schutzwürdigen Interessen des Arbeitgebers ausfällt.

Doch beginnen wir von vorne: Ein Produktionshelfer fuhr während einer Krankschreibung in eine Autowaschanlage, wo er seinem Vater bei der Reinigung des Autos half. Hierbei wurde er zufällig von seinem Vorgesetzten gesehen ...

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