Reise-AGB – wo soll’s denn hingehen?

Das Kleingedruckte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Pauschalreisen kann den Reiseveranstalter teuer zu stehen kommen: Verstoßen Klauseln z.B. gegen das AGB-Recht, können Sie kostenpflichtig abgemahnt werden. Außerdem: Auf eine unwirksame Klausel kann man sich als Verwender der AGB nicht berufen. Lesen Sie, worauf Verwender von Reise-AGB achten sollten…

1. Die besonderen BGB-Vorschriften für Pauschalreisen

Erbringt ein Reiseveranstalter eine Gesamtheit von Reiseleistungen (z.B. Fahrt, Verpflegung, Hotel), gelten die die besonderen reisevertraglichen Vorschriften der §§ 651 a bis 651 m BGB.

An diesen Regelungen und an den allgemeinen Regelungen des AGB-Rechts (§§ 305 ff BGB) müssen sich die Reise-AGB des Veranstalters messen lassen. Für die AGB besonders zu beachten ist, dass gemäß § 651 m BGB von den Vorschriften der §§ 651 a bis 651 l BGB nicht zum Nachteil des Reisenden abgewichen werden kann (§ 651 m BGB).

2. Typische Klauseln in Reise-AGB

Nachfolgend einige typische Klauseln in Reise-AGB und was jeweils beachtet werden sollte:

Rücktritt des Veranstalters bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl

Will sich der Veranstalter wirksam vorbehalten, bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl vom Vertrag zurückzutreten, muss bereits im Prospekt bei dem jeweiligen Angebot auf die erforderliche Mindestteilnehmerzahl hingewiesen haben – und darüber hinaus auch in seiner Buchungsbestätigung an den Reiseteilnehmer. In den AGB könnte eine Klausel etwa heißen:

Bei Nichterreichen einer festgesetzten Mindestteilnehmerzahl ist der Veranstalter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn in der Leistungsbeschreibung gemäß Prospekt und Buchungsbestätigung für die entsprechende Reise auf die Mindestteilnehmerzahl hingewiesen wird ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK