Bei vorzeitiger Genesung Pflicht zum Arbeiten trotz Krankschreibung?

Bessert sich während einer Krankschreibung der Gesundheitszustand eines Arbeitnehmers deutlich, muss der Beschäftigte dem Arbeitgeber unter Umständen wieder seine Arbeit anbieten. Das einfache Abwarten, bis der Zeitraum der Krankschreibung abgelaufen ist, ist nicht zulässig, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 11.07.013 (AZ: 10 Sa 100/13). Andernfalls bestehe der Verdacht, dass sich der genesene Arbeitnehmer die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall vom Arbeitgeber erschleicht, so die Mainzer Richter.

Damit bestätigte das LAG die fristlose Kündigung eines Masseurs. Der Mann hatte 17 Jahre in einem Kurbetrieb gearbeitet. Es stand zudem ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis im Blockmodell an. Wegen mehrerer gesundheitlicher Probleme wie Atemnotschwierigkeiten, Wasser in den Beinen und dem Verdacht auf verengte Herzkranzgefäße wurde der Beschäftigte vom 20.06.2012 bis einschließlich 26.06.2012 krankgeschrieben.

Doch der Arbeitgeber erhielt einen Hinweis, dass es um die Krankheit des Masseurs offenbar doch nicht so schlimm bestellt ist. Er würde trotz Krankschreibung Renovierungsarbeiten im Haus seiner Tochter vornehmen ...

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