Reiten aus Gefälligkeit ist nicht unfallversichert

Wer aus reiner Gefälligkeit das Pferd von Freunden oder Bekannten ausreitet, steht dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in Stuttgart entschieden (AZ: L 6 U 2895/11).

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert vorrangig Arbeitnehmer bei ihrer Arbeit und auf den Wegen dorthin und zurück ab. Versichert sind aber auch Personen, die „wie Beschäftigte tätig werden“. Das sind beispielsweise Eltern, die als zusätzliche Aufsicht einen Schul- oder Kita-Ausflug begleiten oder Autofahrer, die einem fremden Pannenfahrzeug beistehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine kurzzeitige Hilfe auf der Baustelle beispielsweise eines Nachbarn als „Wie-Beschäftigung“ gelten.

Im Streitfall musste ein zwölfjähriges Mädchen für mehrere Wochen ins Krankenhaus und konnte daher ihr Haflinger Pony nicht reiten. Eine Dressurreiterin desselben Vereins erklärte sich bereit, das Tier regelmäßig zu bewegen. Im Gegenzug wollte das Mädchen später die Stallbox der Dressurreiterin ausmisten und deren Pferd putzen.

Während eines Ritts in der Halle buckelte das Pony. Die Dressurreiterin stürzte mit behelmtem Kopf gegen die Bande der Halle ...

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