Gemeinsames Schulschwimmen für muslimische Schülerinnen

Muslimische Schülerinnen können regelmäßig keine Befreiung vom koedukativen Schwimmunterricht verlangen, wenn ihnen die Möglichkeit offensteht, hierbei einen sogenannten Burkini – einen zweiteiliger Schwimmanzug für muslimische Frauen mit eingearbeiteter Kopfbedeckung, der die Anforderungen des Hidschab erfüllt – zu tragen.

In einem jetzt vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Rechtsstreit besuchte die damals 11-jährige Klägerin, eine Schülerin muslimischen Glaubens, ein Gymnasium in Frankfurt am Main mit hohem Anteil muslimischer Schülerinnen, an dem für ihre Jahrgangsstufe Schwimmunterricht für Jungen und Mädchen gemeinsam erteilt wurde (sogenannter koedukativer Schwimmunterricht). Die Eltern der Klägerin stellten bei der Schule den Antrag, die Klägerin von diesem Schwimmunterricht zu befreien, weil die gemeinsame Teilnahme von Jungen und Mädchen am Schwimmunterricht mit den muslimischen Bekleidungsvorschriften nicht vereinbar sei. Die Schule lehnte eine Befreiung vom Schwimmunterricht ab.

Ihre daraufhin erhobene Klage hatte vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main keinen Erfolg. Ihre hiergegen gerichtete Berufung wurde vom Hessisschen Verwaltungsgerichtshof in Kassel zurückgewiesen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat angenommen, die Klägerin habe den muslimischen Bekleidungsvorschriften auch im koedukativen Schwimmunterricht genügen können, indem sie eine Schwimmbekleidung getragen hätte, die zur Wahrung der muslimischen Bekleidungsvorschriften entwickelt worden sei und den Körper mit Ausnahme der Hände und des Gesichts bedecke, ohne das Schwimmen zu behindern (sogenannte Burkini oder Haschema) ...

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