LAG Niedersachsen: Kündigungsschutz und Wartefrist im Rahmen der Leiharbeit

Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen hat in seinem Urteil vom 05.04.2013, Az.: 12 Sa 50/13, entschieden, dass eine Zusammenrechnung der Beschäftigungszeit im Hinblick auf die Wartezeit und die damit verbundene Anwendbarkeit des KSchG nur dann in Betracht kommt, wenn die einzelnen Arbeitsverhältnisse mit demselben Vertragsarbeitgeber bestanden haben.

Auch wenn ein Leiharbeiter über mehrere Monate hinweg bei einem Entleiher tätig wird und letztlich ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher für exakt denselben Arbeitsplatz eingeht, handelt es sich nicht um ein einheitliches, sondern um zwei aufeinanderfolgende Arbeitsverhältnisse mit verschiedenen Arbeitgebern. In der Folge beginnt die sechsmonatige Wartefrist nach § 1 Abs. 1 S. 1 KSchG demnach auch neu zu laufen.

Eine Zusammenrechnung der Beschäftigungszeiten bei den einzelnen Arbeitgebern kommt auch nicht im Rahmen der teleologischen Auslegung in Betracht ...

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