BGer: Enge Grenzen
 bei der Überwachung der Büro-PC von Angestellten (BGE 8C_448/2012)

Während dreier Monate wurden die PC-Aktivitäten eines Arbeitnehmers ohne dessen wissen von seinem Arbeitgeber aufgezeichnet. Eine anschliessende Auswertung ergab, dass der Arbeitnehmer den Büro-PC während eines Viertels seiner Arbeitszeit für Privates benutzte: er sah sich Filme an, erledigte Zahlungen, buchte Reisen und besuchte Social-Media-Seiten. Infolgedessen wurde die fristlose Kündigung ausgesprochen. Der betroffene Arbeitnehmer wehrte sich gegen die Kündigung und argumentierte, dass die heimliche Aufzeichnung seiner PC-Aktivitäten unverhältnismässig und damit unzulässig gewesen sei. Darum dürften diese Ergebnisse nicht verwendet werden, so dass der Kündigung die Grundlage fehle. Das BGer folgt dieser Argumentation; der Arbeitnehmer bekam recht, da der Arbeitgeber keine konkreten betrieblichen Gründe für die Überwachung geltend machen konnte (vgl. NZZ vom 29 ...Zum vollständigen Artikel


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