Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Branchenbenchmark für 2014?

(c) BBH

Im April 2012 konnte die Branche kurz aufatmen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) sah aus zeitlichen Gründen noch einmal davon ab, kurzfristig die Prozesskosten nach vordefinierten Prozessen zu erheben (wir berichteten).

Das heißt aber nicht, dass das Thema damit vom Tisch wäre. Im Gegenteil: Die BNetzA scheint (noch immer) von der Prozesskosten-Benchmark bei Verteilnetzbetreibern überzeugt zu sein und auf die Durchsetzung zu pochen. Dies machte der Vorsitzende der für Strom-Netzentgelte zuständigen Beschlusskammer 8 (BK 8) bei der BNetzA auf der Energiekonferenz 2013 deutlich: Die BNetzA hat einen Benchmark im Visier und wird den Blick dafür weiter schärfen. Zwar ist noch nicht ganz klar, wann genau der Benchmark kommen wird, theoretisch könnte es aber schon 2014 soweit sein.

Aber was bedeutet das nun konkret für die Betroffenen? Leider so einiges: Prozessdefinitionen müssen vorgenommen werden, Kostenumlagesysteme entwickelt, Abgleiche mit aktuellen Kostenrechnungssystemen intern gefahren und schließlich Mitarbeiterressourcen reserviert werden. Netzbetreiber müssen bei der Vorbereitung der Prozesskostenbetrachtung also nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch Geld investieren. Es droht ein erheblicher Mehraufwand.

Wirft man einen Blick auf die einschlägigen Seminarangebote auf dem Markt, wird klar, dass das Thema Branchenbenchmark die Netzbetreiber zunehmend beschäftigt: Einerseits ist die Nachfrage nach diesen Seminaren im Vergleich zum letzten Jahr stark gestiegen, andererseits steigen gleichzeitig auch die Angebote an Seminaren, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Die Anbieter versprechen schnelle und einfache Lösungen sowie praxistaugliche Antworten auf konkrete Fragen ...

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