Amerikanische Neurologen und ihre (fehlende) Akzeptanz des Hirntodes als Tod des Menschen

“American neurologists do not have a consistent rationale for accepting BD as death, nor a clear understanding of diagnostic tests for BD.”

Das ist die Schlussfolgerung einer Studie aus den USA, in welcher im Jahr 2012 insgesamt 500 Neurologen schriftlich befragt wurden, ob für sie der Hirntod mit dem Tod gleichzusetzen sei. Weiterhin sollten die befragten Neurologen die Frage beantworten, welche Kriterien ihrer Meinung nach den Hirntod ausschlössen.

Geantwortet haben [nur] 44%.

Allein die Tatsache, dass weniger als die Hälfte der befragten Neurologen sogar als Fachärzte überhaupt eine Antwort auf die Frage gaben, wirft eine Reihe von Fragen und Überlegungen auf. Wie z.B. die Frage auf, ob die übrigen 56% sich zur Beantwortung fachlich nicht positionieren wollten oder konnten, weil sie diese Frage nicht eindeutig medizinisch oder ethisch beispielsweise beantworten können oder wollen oder für beantwortbar halten. Daran schliessen sich Fragen an, wie man Laien derlei Fragen und Positionierung zur Frage und Akzeptanz des Hirntods abverlangen kann und darf, die Laien und Bürger zB als unsolidarisch oder egoistisch darstellt, wenn sie sich nicht Pro Organspende oder überhaupt entscheiden, geschweige denn sich dazu äussern oder es dokumentieren wollen.

Von den eingegangenen Antworten glaubten nur 27%, dass der Hirntod dem Tod gleichzusetzen sei.

Einige von ihnen begründeten ihre Antwort damit, dass der irreversible Verlust des Bewusstseins der Tod des Menschen sei. Andere wiederum argumentierten, dass die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nicht aufrecht erhalten werden können.

Viele Neurologen antworteten hingegen, bestimmte noch bestehende Hirnfunktionen seien nicht mit dem Hirntod vereinbar seien – wie z. B. EEG-Aktivität, evozierte Potenzialaktivität sowie weiterhin bestehende neuroendokrine Funktionen des Thalamus (Hormon-Stoffwechsel) ...

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