Meine kürzeste Klageerwiderung

Simone Winkler Fachanwältin für IT-Recht

Im Dezember 2011 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel: “Was soll das denn jetzt?“. Darin habe ich Ihnen berichtet, dass mein Mandant, der ehemaliger Kunde einer der TelDaFax-Firmen gewesen war, vom Insolvenzverwalter aufgefordert worden war, angebliche noch offene Forderungen aus Gaslieferungen zu begleichen. Gleichzeitig hatte ich Ihnen geraten, dieser Aufforderung nicht nachzukommen, ehe Sie deren Berechtigung nicht haben überprüfen lassen. Spätestens heute, als ich meine Post erhielt zeigte sich, dass ich damit einmal mehr Recht hatte: Wir erhielten ein klageabweisendes Urteil des AG Hamburg Barmbek. Die Parteien des Verfahrens

Der Kollege Biner Bähr ist Insolvenzverwalter der TelDaFax Services GmbH. Für diese macht er Forderungen geltend die angeblich aus einem Vertrag zwischen meinem Mandanten und der TelDaFax Energy GmbH stammen. Denn nur mit letzterer hat unser Mandant einen Vertrag über die Lieferung von Gas geschlossen. Sie stutzen? Mit Recht, denn man kann ja nur eigene Forderungen vor Gericht geltend machen. Der Kläger begründete seine Forderungsinhaberschaft wie folgt:

Unstreitig hat die TelDaFax Energy GmbH den Beklagten in der Zeit von 01.02.2011 bis 17.06.2011 mit Gas beliefert. Um den Forderungseinzug zu zentralisieren, übertrug die TelDaFax ENERGY GmbH die Forderungen gegenüber dem Beklagten im Rahmen eines am 01.01.2009 geschlossenen Factoringvertrages auf die TelDaFax SERVICES GmbH, damit diese ihre Aufgabe im Konzern gemäß die Forderungen einzog.

Der Factoringvertrag beinhaltete eine Vorausabtretung aller gegenwärtigen und künftigen Forderungen der TelDaFax ENERGY GmbH und übertrug das Delkredererisiko auf die TelDaFax SERVICES GmbH ...

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