Mailand-Sizilien Vergleich

Hanna Ziegert ist Psychaterin und offensichtlich eine Freundin klarer Worte. Dabei hat sie in der Talk-Sendung „Beckmann“ ohnehin nur ausgesprochen, was eigentlich schon alle wussten: Es gibt eine gewisse „wirtschaftliche Abhängigkeit“ von einigen psychatrischen Sachverständigen von regelmäßigen Gutachtenaufträgen der Gerichte. Auf bayrisch könnte man etwas überspitzt formulieren: „Wes Brot ich ess – des Lied ich sing“.

Nun kommt es wie es kommen musste, wenn man ehrlich seine Meinung vertritt: Die bayrische Staatsanwaltschaft ist eingeschnappt und will der unliebsamen Frau Ziegert keine Aufträge als Sachverständige mehr zukommen lassen. Mehr noch – in drei laufenden Verfahren hat sie die Staatsanwaltschaft München I nun wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt (§ 74 StPO). „Kaltgestellt“ nennt es die Süddeutsche Zeitung.

Spannend ist auch die Begründung der Staatsanwaltschaft: Die von Frau Ziegert geäußerten Zweifel, ob sie sich selbst jemals psychiatrisch begutachten lassen würde, führten den von ihr angenommenen Gutachtensauftrag „ad absurdum“. Die in einer

„bundesweit ausgestrahlten Fernsehsendung lassen die Staatsanwaltschaft ernsthaft daran zweifeln, ob es der Sachverständigen aufgrund ihrer inneren Grundhaltung zur bayerischen bzw ...

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