Arbeitsgericht Düsseldorf: Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Mitnahme ihres Hundes an den Arbeitsplatz :)

1. Ein Arbeitnehmer muss sich der Weisung seines Arbeitgebers beugen und darf seinen Hund nicht mit ins Büro nehmen.

2. Auch für den gestellten Hilfsantrag auf Durchführung eines weiteren Trainings am Arbeitsplatz mit einem Hundetrainer fehlte es tatsächlich an einer Anspruchsgrundlage.

3. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, der Klägerin die Mitnahme des Hundes zu gestatten, wenn dieser in einem Gitterlaufstall gehalten, bzw. an einer Leine geführt und mit einem Maulkorb versehen werden.

(Verfahren im Rheinland, außerhalb der Karnevalszeit) Arbeitsgericht Düsseldorf Aktenzeichen: 8 Ca 7883/13

Der Fall wurde wohl nur deswegen zum Gerichtsverfahren, weil andere Mitarbeiter ihre Hunde zur Arbeit mitbringen durften. Das arme Arbeitsgericht.

Die Kammer hat nicht einfach die Klage des Arbeitnehmers wegen Absurdität und in Ermangelung jeglicher Anspruchsgrundlage abgewiesen. Die Kammer sah es nach Vernehmung von Zeugen (also nach erfolgter Beweisaufnahme) “als erwiesen an, dass sich sowohl Mitarbeiter als auch einer der Geschäftsführer von dem Hund bedroht fühlten. Ob dies letztlich im Charakter des Hundes begründet sei, könne dahinstehen. Auf jeden Fall seien Arbeitsabläufe gestört worden. Es sei auch den Besonderheiten einer Werbeagentur geschuldet, dass eine rege Kommunikation und damit viel Bewegung in den Räumen stattfinde. Eine Einschränkung dieser Kommunikation aufgrund der Befürchtungen, die Mitarbeiter vor dem Hund haben, müsse der Arbeitgeber nicht hinnehmen ...

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