Der Motorrad(teile)diebstahl und die Beweisnot

Der Fall:

Nach einer Motorradtour mit einem befreundeten Motorradfahrer im April 2012 fuhr ein ein Mandant nach Hause, wo er nach seinen Angaben sein Motorrad, eine Kawasaki Ninja ZX – 10 R, in einem Zeltpavillon auf seinem Grundstück abgestellt hat. Er gab an, dass er das Motorrad am Abend auf zwei Montageständer aufgebaut und mit einem Abus-Schloss an der rechten Bremsscheibe des Vorderrads gesichert habe. Nach seinen Angaben musste er am darauf folgenden Morgen feststellen, dass der Auspuffendtopf und beide Räder fehlten. Die Polizei wurde informiert und nahm die Diebstahlsanzeige auf. Der Kaskoversicherer verweigerte jedoch die Regulierung des Diebstahlschadens mit der Argumentation, dass sich bereits im Jahre 2011 an gleicher Stelle ein Diebstahl des Hinterrades sowie des Auspuffs ereignet habe und der Motorradfahrer keine Belege eingereicht habe, die eine Ersatzbeschaffung der Teile aus dem ersten Versicherungsfall nachweisen.

Die Entscheidung:

Der Motorradfahrer erhob schließlich Klage vor dem Amtsgericht Friedberg und dieses führte eine Beweisaufnahme durch. Dem Kläger stand jedoch für das Abstellen des Motorrads kein Zeuge zur Verfügung. Das Gericht glaubte aber dem Kläger, welcher angab, eine Ersatzbeschaffung der beim ersten Diebstahlschadens entwendeten Teile ohne Belege durch Käufe auf einem Teilemarkt bei einer Rennveranstaltung am Nürburgring und von einem befreundeten Motorradfahrer vorgenommen zu haben ...

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