Lieber koscher bleiben

…und immer die richtige Marmelade verwenden.

Herr B. arbeitet als Dekorateur für Gebäck in einer Konditorei in Golders Green (Helena Bonham Carter ist da geboren, sonst eine eher unauffällige Gegend). Oder er arbeitete dort, bis er angeblich eine Putzfrau bat, ihm doch schnell im Supermarkt um die Ecke ein paar Gläser Marmelade zu holen, weil er nicht mehr genug hatte, um seine Arbeit zu Ende zu machen. Die verteilte er auf seinen Törtchen.

Dafür flog er raus.

Das Problem war: Der Konditor folgt einer strikten koscher-Regelung und verkauft seine Ware an ein entsprechend religiöses Publikum. Ob etwas koscher ist, wird in einem Zertifizierungsprozess bestimmt, den ein Rabbi vornimmt. Kriegt der Wind von der nicht-koscheren (im Übrigen sicher leckeren – Tesco) Marmelade auf dem (bis dahin) koscheren Törtchen, kann man sich vorstellen, was passiert. Er entzieht das Siegel, das die Geschäftsgrundlage ist.

Entsprechend verteidigte der Konditor sich vor dem Arbeitsgericht. Nicht ganz erfolgreich allerdings, denn in der ersten Instanz gab es 35.000 £ Abfindung für eine unberechtigte Kündigung ...

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