Europäischer Rechnungshof zu Straßenprojekten: Kosten um rund 23 %, Fertigstellungszeiten um 41 % überschritten

Der Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes zur Effizienz von Straßen­projekten in Deutschland, Griechenland, Spanien und Polen, die über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Kohäsions­fonds mitfinanziert werden, kritisiert, dass die Kosten der darin 24 europaweit untersuchten Projekte im Schnitt um 23 % (Deutschland: 26 %) über den Kostenansätzen und die Fertigstellungszeiten im Durch­schnitt um neun Monate bzw. 41 % (Deutschland: 7 Monate bzw. 59,5 %) über den ursprünglichen Fristen in den Bauverträgen gelegen hätten. Dazu äußerste sich nun der AK ÖPP im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

„Infrastrukturprojekte leiden auch im Straßenbau europaweit unter Kosten- und Bauzeitüberschreitungen. Es ist deshalb an der Zeit, zumindest bei größeren Vorhaben neue partnerschaftliche Wege der Projektrealisierung zu beschreiten, z. B. im Rahmen von Partnering-Modellen oder Öffentlich-Privaten Partner­schaften.“ Mit diesen Worten kommentierte in Berlin die stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Öffentlich Private Partnerschaften (AK ÖPP) im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Geschäftsführerin der STRABAG Infrastrukturprojekt GmbH, Dr. Marion Henschel, die Ergebnisse des Sonderberichts des Europäischen Rechnungshofes zur Effizienz von Straßen­projekten in Deutschland, Griechenland, Spanien und Polen.

Mehr Investitionen in die Planung

Henschel plädierte dafür, grundsätzlich mehr in die Planung von großen Infra­strukturvorhaben zu investieren, um insbesondere nachträgliche Planungs­änderungen zu vermeiden. Dazu gehöre eine bessere Abstimmung zwischen Planung und Bauausführung ...

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