Fristlose Kündigung wegen fehlerhafter Arbeitszeitprotokollierung

Der Kläger ist US-amerikanischer Staatsbürger und als leitender Radartechniker in der Westpfalz beschäftigt. Die beklagte Arbeitgeberin hat ihren Hauptsitz in den USA, sie erbringt Serviceleistungen für die US-Armee. Dieser gegenüber hat sie sich vertraglich verpflichtet, Radaranlagen zu bestimmten Zeiten zu betreiben.

Infolge eines Gewitters fiel am 05.07.2012 in der Radarstation der Strom aus. Nach Ansicht des Klägers war mit einer Wiederaufnahme des Radarbetriebs an diesem Tag nicht mehr zu rechnen. Er entließ zwei ihm unterstellte Techniker, deren Schicht von 13.00 bis 21.00 Uhr dauern sollte, vorzeitig (gegen 18.15 Uhr) nach Hause. Dies teilte er am Folgetag seinem Vorgesetzten mit. Die zwei Arbeitnehmer hatten auf ihren Zeiterfassungskarten für den 05.07.2012, die der Kläger als deren Vorgesetzter geprüft und gegengezeichnet hat, einen vollen Arbeitstag von 8 Stunden aufgeschrieben, obwohl sie fast 3 Stunden vor dem Ende ihrer Arbeitszeit nach Hause gegangen sind.

Die Beklagte kündigte dem Kläger daraufhin fristlos.

Während seine Kündigungsschutzklage in erster Instanz Erfolg hatte, hat das LAG Rheinland-Pfalz sie abgewiesen: Das Verhalten des Klägers sei nicht gerechtfertigt gewesen.

"Dabei kann dahinstehen, wie lange der Stromausfall andauerte, der durch das Gewitter am 05.07.2012 verursacht worden ist ...

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