Datenschutz bei Gesundheitsdaten von Mitarbeitern (Teil I)

Im Unternehmen herrscht oft Unklarheit, ob und wie lange Abwesenheits- und Fehlzeiten der Mitarbeiter gespeichert werden dürfen. Das klassische Beispiel ist neben der Notiz oder Rundmeldung der Kurzerkrankung auch die Ablage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, des “gelben Scheins”.

Gesundheitsdaten als sensible Daten

Sensible Daten sind nach der Vorschrift des §3 Abs. 9 BDSG

besondere Arten personenbezogener Daten…Angaben über Gesundheit… .

Somit sind Krankmeldungen und auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung besondere personenbezogene Daten. Beide Arten der Krankmeldung lassen nämlich Rückschlüsse auf die Gesundheit ziehen, unter anderem bedingt durch die Fachrichtung des behandelnden Arztes, oder die Mitteilung an welcher Krankheit genau der Mitarbeiter erkrankt ist.

Ist der Arbeitnehmer zur Krankmeldung verpflichtet?

Arbeitnehmer müssen sich nach §5 EntgFG (Entgeltfortzahlungsgesetz) grundsätzlich unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, beim Arbeitgeber krank melden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK